Technik

Derzeit ist für die Schweiz der Solarziegel basierend auf dem Glatt-Tonziegel der Fa. Creaton aus Wertingen verfügbar. Jeder Ziegel verfügt über eine Leistung von 10-11Wp. Bauartbedingt bedeutet das etwas weniger Leistung pro m2 gegenüber Grossflächigeren Standardmodulen. Das ist allerdings auch der einzig tatsächliche Nachteil gegenüber Standardsystemen.
Die Vorteile überwiegen ganz klar:

Das kleine Format ergibt eine viel höhere Variabilität, Flächen die mit normalen Modulen nicht machbar sind oder Unrentabel können Problemlos mit dem Solarziegel genutzt werden, er kann auf kleinsten Flächen verbaut werden.

Das Modul ist fix montiert auf dem Ziegel was hohe Schneelastsicherheit bedeutet, Hagelschutz bis Klasse 5 und Problemlose Begehbarkeit mit Holzleitern.

Blitzschutz und Potenzialausgleich wird nicht benötigt da der Ziegel keinerlei Metalle enthält die sich nach aussen aufladen können.

Der Solarziegel arbeitet im Kleinspannungsbereich unter 120V. Ein einzelnes Stringfeld mit bis zu 150 Ziegeln hat max. 50V Spannung. Damit fallen Strahlungen und Magnetfelder komplett weg da wir weniger Spannung als eine normale Steckdose erzeugen.

Der Ziegel wird am Dach Parallel miteinander verschaltet, das heisst Plus auf Plus und Minus auf Minus. Das hat zur Folge das der Produzierte Strom immer durchgeschaltet wird, selbst wenn mal temporär 20 oder mehr Ziegel im verschatteten Dachbereich liegen. Bei Standardmässig seriell verschalteten Modulen kann man das nur durch den Zukauf von Sonderzubehör erreichen der für viel Geld alle Module parallel verschaltet das bei uns Standard ist.

Zur Zeit werden die ersten Solarziegel mit Rot eingefärbten Modulen produziert, diese werden dann vor allem für Denkmalpflege und Kernzonen interessant. Das Pilotprojekt startet im Oktober in Hedingen/ZH

Weitere technische Erweiterungen sind zu erwarten da die Techniker und Entwickler bei Autarq in Prenzlau ständig am weiterentwickeln sind

Montage-Verlegung

Die Verlegung der Solarziegel erfolgt ähnlich der normalen Eindeckung. Vor dem eindecken werden bei korrekt erstellter Dacheinlattung die Kabelbäume (Brücken) verlegt. Diese kommen für die Anlage fertig vorkonfektioniert zur Baustelle und müssen nur noch innerhalb der Lattung verlegt und fixiert werden. Dann werden die Solarziegel nebeneinander eingedeckt wie gewohnt und dabei miteinander über die eigenen Kabel zusammengesteckt. Kommt die Eindeckung an eine der Brücken heran wird der Ziegel davor und danach an die Brücke angehängt um den Kreis zu schliessen. Die Stringkabel werden wie gewohnt über den Dacheintritt nach innen geführt.

Da die Solarziegel im Niederspannungsverfahren arbeiten und parallel miteinander verschaltet werden besteht keinerlei Verletzungsgefahr durch Stromschlag, weder bei der Verlegung noch bei der Verschaltung

Mit Zwischenmessungen wird überprüft ob alle Ziegel im Stringfeld angeschlossen sind. Die Anzahl der Ziegel im Stringfeld kann relativ frei bestimmt werden und richtet sich nach der Wechselrichter-Konfiguration.
Der Ziegel kann für alle nutzbaren Flächen verwendet werden, unsere Empfehlung ist um Dachdurchbrüche oder Einschnitte wie Kehlen und Graten immer einen normalen Ziegel anzudecken. Ob in Linie oder verschränkt eingedeckt bleibt jedem selbst überlassen. Verschattungen haben durch die Parallelverschaltung keinerlei Einfluss auf den String, der Strom wird einfach durchgeleitet. 
Weiterhin zu empfehlen ist ein Schneefang in Gefahrenbereichen wie Hauseingänge und Sitzplätzen zu installieren um Lawinen zu verhindern. Die Ziegel entsprechen der Hagelklasse 5 und sind Hochlastig Schneestabil.

Weitere Infos im Datenblatt